Einführung

Die im Internet zugänglichen Daten bieten vielfältige Nutzungsmöglichkeiten für die unterschiedlichen Hauptdimensionen wie Lehre, Forschung und Krankenversorgung sowie Personal, Finanzen und Struktur. Sie stellen eine Vielzahl von ausgewählten quantitativen und qualitativen Informationen zur Verfügung. Für die quantitativen Kenngrößen erlaubt die Datenbank eine Auswahl zwischen Landkarten, Diagrammen und Wertetabellen. Für jede Kenngröße sind außerdem ausführliche Definitionen der Datengrundlage hinterlegt.

Bei der Betrachtung von Daten muss berücksichtigt werden, dass es standortspezifische Besonderheiten gibt, die nicht vollständig abgebildet werden können. Das bedeutet, dass Standorte mehr leisten (z. B. bei übergreifenden Kooperationen) als über die einheitlichen Definitionen - für die verschiedenen Bundesländer und Standorte - abgrenzbar ist. Auch gibt es unterschiedliche semantische Auslegungen, der bei der Erhebung gestellten Fragen (z. B. im qualitativen Bereich). Eine gewisse „Unschärfe“ ist daher auch in dieser 3. Auflage der Landkarte. In den jeweiligen Definitionen wird zum Teil auf entsprechende Besonderheiten hingewiesen.

Den größten Anteil der Daten haben wieder die Fakultäten, Fachbereiche und Universitätsklinika zur Verfügung gestellt. Es wurden jedoch auch Daten von drei externen Quellen einbezogen, um bei geeigneten Parametern eine einheitliche Datengrundlage herzustellen:

  • Landeszuführungsbetrag (Daten der zuständigen Ministerien)
  • Prüfungsdaten (IMPP – Institut für medizinische und pharmazeutische Prüfungsfragen)
  • Studienanfänger, Zulassungen (ZVS bzw. Stiftung für Hochschulzulassung)

Darstellung der Daten:

  • Wenn bei Standorten der Hinweis „Daten liegen nicht vor“ erscheint, ist dies kein generelles Zeichen dafür, dass Daten fehlen. Es handelt sich um eine Definition für die Datenbank, wie die Darstellung bei Fakultäten bspw. ohne Zahnmedizin erfolgt. Das mathematische Problem liegt darin, wenn eine 0 in der Zahnmedizin eingetragen wird, bei einem Standort, der keine Zahnmedizin aufweist, der Bundesdurchschnitt verfälscht werden würde. Daher erscheint bei allen Standorten ohne Zahnmedizin "Daten liegen nicht vor", um eine einheitliche Reglung für die Datenbank-Prozeduren zu ermöglichen.
  • Bei der Quotienten- und Summenbildung ergibt sich ein ähnlicher Sachverhalt. Hintergrund ist, dass die Datenbank mit nicht-definierten Größen nicht rechnen kann.
  • Ist der Maximalwert in einer Tabelle größer 1000, werden nur ganze Zahlen dargestellt. Ist der Maximalwert kleiner, werden Kommazahlen angezeigt.
  • Stichtag ist immer der 31.12. eines Jahres, wenn nicht anders ausgewiesen.

Im Rahmen der Weiterentwicklung der Landkarte sollen nach Möglichkeit technische und grafische Beschränkungen weiter reduziert werden. Bei der aktuellen Datenbank ist es möglich, fehlerhafte Standortzahlen durch die Geschäftsstelle des MFT im System korrigieren zu lassen.

Der Standort Witten-Herdecke konnte nicht mit in die Datenbank aufgenommen werden, da an der privaten UWH bedingt durch andere Strukturen und Zählweisen (z. B. bei Hochschullehrern) sowie geringen Studierendenzahlen keine statistischen Vergleiche möglich sind. Die der Erhebung in weiteren Bereichen zugrunde gelegten Definitionen der amtlichen Statistik ermöglichen jedoch Vergleiche von 35 der 36 Medizinischen Fakultäten und Fachbereiche sowie der 34 Universitätsklinika Deutschlands.

Berlin, 9. Dezember 2010