Forschung, Lehre und Krankenversorgung in der
Hochschulmedizin haben eine hohe Bedeutung für die Lebensqualität der Menschen
in unserem Land. Gleichzeitig ist die Hochschulmedizin ein wirtschaftliches
Innovationsfeld mit besonderer Dynamik. Die Alterung der Gesellschaft, der
kontinuierliche medizinische Fortschritt sowie die zunehmende Nachfrage nach
Gesundheitsangeboten und -dienstleistungen bieten erhebliche Zukunftschancen.
Die Hochschulmedizin muss sich diesen Herausforderungen und den hohen Qualitätsanforderungen
stellen. Leistungstransparenz in Forschung, Lehre und Krankenversorgung ist ein
Mittel, um durch Wettbewerb zur Qualitätssteigerung beizutragen.
Die Landkarte Hochschulmedizin ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg hin zu mehr Transparenz in Forschung,
Lehre und Krankenversorgung in der Universitätsmedizin. Sie macht Kapazitäten,
Strukturen, inhaltliche Schwerpunkte und Ergebnisse der Hochschulmedizin
transparent. Die Landkarte ist in erster Linie als im
Internet frei zugängliche Datenbank konzipiert. Parallel dazu liegt
aber auch ein
Druckbericht (als pdf-Datei)
und eine
englischsprachige Kurzfassung (als pdf-Datei) vor, in dem zentrale Ergebnisse synoptisch
dargestellt sind (BMBF, MFT (Hrsg.) (2007): Landkarte Hochschulmedizin.
Stuttgart: Fraunhofer IRB Verlag).
Zielgruppen der
Landkarte sind neben dem Fachpublikum (Medizinische Fakultäten, Universitätsklinken,
Wissenschaftspolitik und -administration) auch Wissenschaftler/-innen,
Student/-innen und Wirtschaftsvertreter/-innen.
Den Medizinischen Fakultäten gilt an dieser Stelle ein ausdrücklicher
Dank für ihre Bereitschaft zur Transparenz, ihre intensive Kooperation bei der
Zusammenstellung der Daten und ihre konstruktive Unterstützung bei der
Weiterentwicklung des Instruments. Der Dank gilt ebenfalls der Arbeitsgruppe
„Landkarte Hochschulmedizin“ des Gesundheitsforschungsrats, in der Vertreter
der Kultusministerkonferenz, des Wissenschaftsrats, des Verbands der
Universitätsklinika Deutschlands, der Deutschen Forschungsgemeinschaft und
Wissenschaftler aus Medizinischen Fakultäten sehr engagiert an der Gestaltung
der Landkarte Hochschulmedizin gearbeitet haben.
Aufgrund der langwierigen und komplexen Datenerhebung sowie
einem intensiven Austausch sowohl mit den
Medizinischen Fakultäten als auch der Arbeitsgruppe "Landkarte
Hochschulmedizin" des Gesundheitsforschungsrates umfasst der Zeitraum, auf den
sich die Daten beziehen, die Jahre 2003-2005.
Die im Internet zugänglichen Daten bieten vielfältige Nutzungsmöglichkeiten:
Für die unterschiedenen Hauptdimensionen Struktur, Finanzen, Forschung, Lehre
und Krankenversorgung steht eine Vielzahl von ausgewählten quantitativen und
qualitativen Informationen zur Verfügung. Die Nutzenden
können sowohl Daten zu einzelnen Kenngrößen (definiert als Variablen, die eine
vorab definierte Einheit widerspiegeln, z.B. die im Jahr 2005 verausgabten
Drittmittel) als auch Indikatoren (definiert als Variablen, die sich in der
Regel aus der mathematischen Verknüpfung mehrerer Kenngrößen ergeben und die
Performanz eines Systems beschreiben, z.B. Drittmittelausgaben pro Professur) betrachten.
Für die quantitativen Kenngrößen und Indikatoren erlaubt das Internet eine
Auswahl zwischen Landkarten, Diagrammen und Wertetabellen. Für jede Kenngröße
bzw. jeden Indikator sind außerdem ausführliche Definitionen der Datengrundlage
hinterlegt.
Die geplante Fortschreibung der Landkarte Hochschulmedizin
wird die Qualität und Vergleichbarkeit der Daten weiter verbessern und sichtbar
machen, wie sich die Hochschulmedizin weiterentwickelt. Sie wird erheblich dazu
beitragen können, die Diskussionen um Ausstattung und Ausrichtung der
Hochschulmedizin auf eine solide Datenbasis zu stellen.