Landkarte Hochschulmedizin

Lehre, Forschung und Krankenversorgung in der Hochschulmedizin haben eine hohe Bedeutung für die Lebensqualität der Menschen in unserem Land. Gleichzeitig ist die Hochschulmedizin ein wirtschaftliches Innovationsfeld mit besonderer Dynamik. Der Medizinische Fakultätentag (MFT) und der Verband der Universitätsklinika Deutschlands (VUD) stellen sich gemeinsam diesen Herausforderungen in den unterschiedlich strukturierten und finanzierten Aufgabenfeldern. Transparenz in Lehre, Forschung und Krankenversorgung ist ein Mittel, um zur weiteren Qualitäts- und Leistungssteigerung beizutragen.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und der Medizinische Fakultätentag haben bereits im Jahre 2002 eine Landkarte zur Forschung und 2007 eine erweiterte Landkarte zu Forschung, Lehre und Krankenversorgung herausgegeben. Die nun seit 2010 zugängliche Version der Landkarte stellt als 3. Auflage einen wichtigen Meilenstein auf diesem Weg dar. Sie ist ein von der Hochschulmedizin selbst getragenes Monitoring-Instrument geworden, das wichtige Indikatoren und Kennzahlen abbildet. Kapazitäten, Strukturen, inhaltliche Schwerpunkte und Ergebnisse der Hochschulmedizin werden detailliert dargestellt. Sie verzichtet auf einseitige Wertungen und Rankings und erlaubt individuelle Auswertungen für die Jahre 2006 bis 2008 sowie den Vergleich von Stichtagsinformationen aus dem Jahr 2009.

Den vielen Datenlieferanten in den Medizinischen Fakultäten und Universitätsklinika sowie Wissenschaftsministerien der Länder, hier insbesondere dem Arbeitskreis Hochschulmedizinstatistik bei der Kultusministerkonferenz, gilt an dieser Stelle ein ausdrücklicher Dank für ihre Bereitschaft zur intensiven Kooperation bei der Zusammenstellung der Daten und ihre konstruktive Unterstützung bei der Schärfung der Definitionen. Darüber hinaus gilt besonderer Dank auch dem Institut für medizinische und pharmazeutische Prüfungsfragen (IMPP) und der ZVS bzw. Stiftung für Hochschulzulassung für die freundliche Bereitstellung von Daten zur Lehre sowie den Experten, die an der Planung der Erhebung mitgewirkt haben. Die technische Umsetzung wurde wieder vom Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) und der Firma Collexis übernommen.

Die Fortschreibung der Landkarte wird die Qualität und Vergleichbarkeit der Daten und Informationen weiter verbessern und sichtbar machen, wie sich die Hochschulmedizin weiterentwickelt. Sie wird erheblich dazu beitragen, die Diskussion um Ausstattung und Ausrichtung der Standorte auf eine solide Datenbasis zu stellen.

Prof. Dr. Dieter Bitter-Suermann
Vorsitzender Deutsche Hochschulmedizin e.V.
Präsident des Medizinischen Fakultätentages der Bundesrepublik Deutschland